Anstelle exotischer Hölzer setzen wir auf regional gewachsenes Holz mit nachvollziehbarer Herkunft, möglichst aus naturnaher Bewirtschaftung oder kleinbäuerlichen Gemeinschaftswäldern. Jahresringe, Aststruktur und Feuchte geben Hinweise auf Eignung für Löffel, Schalen, Möbel oder Schindeln. Durch bewusste Sortierung nach Faserrichtung, Dichte und Fehlerbild entstehen langlebige Stücke, die weniger reißen, sich ruhiger verziehen und bereits beim Zuschnitt Material sparen.
Lufttrocknung unter Dach, sanfter Luftzug, aufgestapelt mit Leisten: So verliert Holz langsam Feuchte, ohne seine innere Spannung explosiv zu entladen. Später unterstützt eine kurze, kontrollierte Kammerphase gleichmäßige Werte. Wir messen, wiegen, dokumentieren und geben jedem Brett Zeit. Diese Geduld zahlt sich aus, weil Werkstücke formstabil bleiben, Leimfugen halten und Oberflächen beim Ölen gleichmäßig leuchten – ohne überraschende Risse in trockenen Heizperioden.
Auf einer alten Werkbank im Sočatal erzählt eine Kerbe von Schindeln für ein Berghaus, die aus Sturmholz entstanden. Ein anderes Mal wurde aus einem krummen Buchenstamm ein geschwungener Hocker, weil die Faser dem Entwurf half. Solche Entscheidungen, die Landschaft und Material respektieren, ergeben Charakter statt Perfektion um jeden Preis – und führen zu Stücken, die Menschen gerne weitergeben, reparieren und täglich benutzen.
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